Sababurg

…und da wurde die Hochzeit des Königssohns
mit dem Dornröschen in aller Pracht gefeiert,
und sie lebten vergnügt bis an ihr Ende.

„Dornröschen“ Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm

Sagen, Mythen und Legenden ranken sich rund um den Reinhardswald. Viele Märchenstoffe, die die Brüder Grimm in Nordhessen sammelten, haben hier ihr Zuhause; darunter das wohl bekannteste Märchen Dornröschen. Das fiel bekanntlich mitsamt seinem Hofstaat in einen hundertjährigen Schlaf, bis ein tapferer Prinz es endlich wachküsste. Aus aller Welt kommen Touristen, um die mit Rosen umrankte Sababurg – gleichsam das Zentrum des „Märchenwaldes“ Reinhardswald  – zu bewundern und Kinder fragen schonmal, wo genau in der Burg das Dornröschen denn nun eigentlich schläft. Aktuell befindet sich die Sababurg, über Jahrzehnte beliebtes Ausflugsziel für Besucher aus Nah und Fern, allerdings im Umbau. Das Land Hessen saniert die Burg seit 2018. Nicht nur in Nordhessen wünschen sich viele Menschen die baldige Wiedereröffnung: Auf keinen Fall darf das Dornröschenschloss Sababurg noch einmal in hundertjährigen Schlaf fallen.

Tatsächlich umrankte im 17. Jahrhundert eine hohe Dornenhecke die nach dem Dreißigjährigen Krieg stark zerstörten und verfallenden Gebäude. 1334 zum Schutz der Pilger im nahen Wallfahrtsort Gottsbüren erbaut, firmierte die Anlage ursprünglich unter dem Namen Zapfenburg. Sie war zugleich Grenzfestung zwischen den Bistümern Mainz, Paderborn und der Landgrafschaft Hessen. Über Jahrhunderte diente die immer wieder umgebaute und erweiterte Anlage insbesondere auch als prächtiges Jagdschloss und Schauplatz glanzvoller Feste und Gesellschaften. Heute ist die Sababurg Anziehungspunkt an der beliebten Ferienstraße „Deutsche Märchenstraße“.

Tipp:

Ein Besuch der Sababurg bietet eine ideale Gelegenheit, auch den in der Nähe gelegenen Tierpark Sababurg, den Urwald Sababurg sowie die  Dornröschenstadt Hofgeismar zu erkunden.